Warndienst 7 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 28.03.2025
Raps:
Der Raps beginnt mit der Streckungsphase. Nun gilt es die Rapsglanzkäfer zu beobachten. Die Gelbschalen können reingeholt werden, zur Festellung des Bekämfpungsrichtwertes muss der Befall an den Knospen ausgezählt werden. In guten Beständen kann ein Befall bis zu 10 Käfer je Haupttrieb toleriert werden, nur in schwachen Beständen wird die Schadschwelle auf 5 Käfer halbiert. Der Raps ist in der Lage sehr viel zu kompensieren. In den letzten Jahren war der Befall zu vernachlässigen, zudem wird es in der nächsten Woche nicht so warm. Falls es wider Erwarten zu einer Überschreitung kommen sollte, wären Mavrik Vita, Evure (im solo Einsatz beide B4) oder ein Trebon (Einstufung B2) möglich. Kontrollieren Sie in den sonnigen Nachmittagsstunden. In den Schutzgebieten muss der Befall vor einer evtl. Behandlung dokumentiert werden. Bei Mischungen von Insektiziden mit der Einstufung B4 mit Prothioconazol bleibt die B4 Einstufung erhalten. Bei Mischung mit anderen Azolfungiziden wird die Mischung zu B2 und darf nur nach dem täglichen Bienenflug bis 23:00 Uhr angewendet werden. Mospilan SG und Danjiri haben nur eine Zulassung bis ES 59. Carnadine 200 nur bis ES 39. Bei beiden Produkten wird die Mischung mit Azolfungiziden zu B1. In so einem Fall dürfen auch keine Unkräuter im Bestand blühen, was i.d.R. nicht auszuschließen ist. Daher werden diese Mischungen von uns nicht empfohlen.
Wie bereits im letzten Warndienst beschrieben, sind wachstumsregulatorische bzw. fungizide Maßnahmen im Raps nur sehr selten wirtschaftlich und sind nur in überzogenen Beständen überlegenswert. Auch die derzeitige trockene Witterung mit geringen Aussichten auf baldige Niederschläge sprechen gegen einen Einsatz.
Wintergerste:
Die Wintergerste befindet sich je nach Saattermin Mitte bis Ende der Bestockung. Auf den alten Blättern sind zwar Krankheiten zu finden. Bei der momentanen trockenen Witterung wird der Neuzuwachs aber gesund bleiben, so daß derzeit kein Handlungsbedarf besteht.
Termine
· Dienstag, 15. April 2025 Fachtag zur mechanischen Unkrautbekämpfung
Der Fachtag wird organisiert von der Bio-Musterregion Neckar-Odenwald. Mechanische Unkrautbekämpfung spielt sowohl im
ökologischen und auch zunehmend im konventionellen Landbau eine zentrale Rolle. An diesem Fachtag sollen neue Technologien
vorgeführt und Chancen und Grenzen dieser Art der Unkrautregulierung aufgezeigt und diskutiert werden. Der Fachtag beginnt um 10 Uhr
mit dem Vortrag „Hacken und Striegeln für Profis“ von Bioland-Berater Andreas Gruel. Anschließend stellt
Biodiversitätsberater André Heinbücher verschiedene Maßnahmen mit Fördermöglichkeiten vor. Die Vorträge
finden im ver.di-Bildungszentrum in Mosbach-Bergfeld, Am Wasserturm 1-3 statt. Um 12 Uhr wird dort auch ein Mittags-Imbiss angeboten. Um
Anmeldung zum Essen und Vortrag bis 9. April wird gebeten an Biomusterregion@neckar-odenwald-kreis.de
Um 13 Uhr beginnen die Maschinenvorführungen auf Äckern des Bioland Betriebs Werner und Maximilian Heininger GbR. Gezeigt wird der Einsatz von Zinkenstriegeln verschiedener Hersteller, einer Rollhacke und mehrerer Scharhacken in Winterhafer und Winterackerbohnen. Die Anfahrt zu den Vorführungen ist ausgeschildert: L527 zwischen Mosbach und Sulzbach, Höhe Sportplatz Bergfeld, ehemals Zufahrt zum Grüngutplatz.
· Vegetationsfeldtag am LSV
Am Mittwoch, 16.04.25 um 18 Uhr findet unser traditioneller Vegetationsfeldtag am LSV Schwabhausen mit dem Schwerpunkt Kulturführung und Pflanzenschutz statt.
Gez. Nina Waldorf
Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis - Fachdienst Landwirtschaft -Präsident Wittemann Str. 9, 74722 Buchen Tel.: 06281/5212-1604 oder 0151 64545220
E-Mail: Nina.Waldorf@neckar-odenwald-kreis.de