Warndienst 11 vom 25.03.2022

Warndienst 11 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 25.03.2022

Wir informieren Sie über Raps, die Zulassung von Zusatzstoffen und Aktuelles

Situation Rapsschädlinge

Der Zuflug der Rapsschädlinge hat gestern etwas zugenommen, bleibt aber weiterhin uneinheitlich. In den meisten Fällen werden nun die Bekämpfungsrichtwerte überschritten, so dass in den nächsten Tagen eine Behandlung angeraten ist. 

 

Änderungen in der Zulassung von Zusatzstoffen:

Für viele Zusatzstoffe ist die Genehmigung nach dem alten Pflanzenschutzgesetz im Februar ausgelaufen. Neu ist, dass jetzt nur noch eindeutige Anwendungen genehmigt werden. Es wird konkret die Anwendung in der Kultur in Verbindung mit welchen Produkten (Herbizid, Fungizid, Insektizid oder Wachstumsregler) genehmigt. Hierdurch ergeben sich einige Änderungen, z.b. ist das Mittel Trend nur noch mit den Herbiziden Debut und Debut DuoActive zulässig, Herbosol hat derzeit keine neue Genehmigung.  

Insbesondere sind Mischungen mit Insektiziden betroffen. Eine Mischung mit Insektiziden darf nur erfolgen, wenn dies auch in der Gebrauchsanleitung als Anwendungsgebiet genannt ist.

Die monatlich aktualisierte Liste der genehmigten Zusatzstoffe und der jeweiligen Bedingungen finden sie unter https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/Zusatzstoffe_liste.html?nn=11019968   hier finden sich auch die Mittel, die nicht mehr einsetzt werden dürfen.

Bitte informieren sie sich aktuell bevor sie entsprechende Zusatzstoffe einsetzen.

 Aktuell möchten wir sie darauf hinweisen, dass bei der Etikettierung des Mittels „Dash“ ein Fehler unterlaufen ist. Der Handel ist informiert und hat das korrekte Label als pdf verfügbar. Hier auch nochmals die korrigierte Fassung:

 

Anwendung in Kombination mit Herbiziden im Ackerbau, Gemüsebau, Weinbau, Obstbau, Zierpflanzenbau und Hopfenbau

Aufwandmenge: 1,0 l/ha

Max. 1 Anwendung

Anwendung in Kombination mit Fungiziden im Ackerbau, Gemüsebau, Weinbau, Obstbau, Zierpflanzenbau und Hopfenbau

Aufwandmenge: 0,8 l/ha

(SS2101) Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z. B.

Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

SE110) Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Die Mischung mit Insektiziden wurde nicht zugelassen und ist deshalb verboten.

 

 

Aktuelles

Die EU-Kommission erlaubt den Mitgliedsstaaten die Freigabe von Bracheflächen und Zwischenfruchtflächen zur Futternutzung. Für Deutschland ist noch keine Entscheidung getroffen, diese wird Anfang April im Bundesrat erwartet. Wir halten Sie aktuell informiert.

 

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung

 

 

Gez. Nina Waldorf

 

 

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