Warndienst 2 vom 21.02.2022

Wir informieren Sie über den Integrierten Pflanzenschutz in Schutzgebieten, Aktuelles und Termine

 

Neue Bestimmungen in Schutzgebieten zum Integrierten Pflanzenschutz

Im neuen Naturschutzgesetz und Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz sind neue Bestimmungen zum Pflanzenschutz in allen Schutzgebieten geregelt. Darunter fallen Landschaftsschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete (FFH- und Vogelschutzgebiete), Kern- und Pflegezonen von Biosphärengebieten (im NOK wurde im Jahr 2021 keine Fläche bei den DZ beantragt), gesetzlich geschützten Biotopen und Naturdenkmalen. 

Neben den allgemeinen Grundsätzen zum integrierten Pflanzenschutz sind dabei in der Landwirtschaft zusätzliche landesspezifische Vorgaben einzuhalten (§ 17c LLG), in der Kurzform als IPSplus bezeichnet. Ziel ist, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das absolut notwendige Maß zu beschränken. Die Vorgaben gelten für den konventionellen wie ökologischen Anbau. Die Umsetzung ist von den Betrieben zu dokumentieren. Die Vorgaben sind zunächst noch Beratungsempfehlungen. Es ist vorgesehen, sie nach der Einführungsphase im Rahmen des landwirtschaftlichen Fachrechts zu kontrollieren. Für jeden Sektor wurden Pflichtmaßnahmen beschrieben, die verbindlich von den Betrieben auf allen Flächen in den o.g. Schutzgebieten einzuhalten sind. Weiterhin wurden Wahlmaßnahmen beschrieben, die nicht jeder Betrieb aufgrund seiner Betriebsstruktur erfüllen kann. Mindestens eine Wahlmaßnahme ist je Sektor und Betrieb auszuwählen und einzuhalten. Weiterführende Informationen finden Sie unter https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Integrierter+Pflanzenschutz

Im NOK sind ca. 450 Betriebe mit mind. 1 ha betroffen. Informieren Sie sich daher, inwieweit ihre Fläche in einem der Schutzgebiete liegen. In Fiona können sie sich in den Auswertungen, die Schlaginformationen zu Schutzgebieten anzeigen lassen und im Fiona-GIS auch die entsprechenden Flächen lokalisieren.

Wir werden in unseren Veranstaltungen auf die einzelnen Maßnahmen eingehen und Tipps zur Umsetzung geben.    
 

Änderung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung

Nochmals möchten wir Sie auf die Änderung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung hinweisen. Es gilt ein Anwendungsverbot von Glyphosat in allen Wasserschutzgebieten (Sanierungs-, Problem-und ogL-Gebiete). Ebenfalls nicht mehr zulässig ist die Spätanwendung vor der Ernte (Sikkation). Außerhalb von Wasserschutzgebieten ist der Einsatz nur unter folgenden Bedingungen erlaubt:

  • Bestellung in Mulch-oder Direktsaatverfahren
  • Bekämpfung von Wurzelunkräutern
  • Anwendung auf erosionsgefährdeten Flächen (CC Wasser 1 und 2)

Termine:

für alle „Alt-Sachkundigen“ beginnt ab 2022 ein neuer 3-Jahres-Fortbildungszeitraum. Unsere nächste Veranstaltung, die auch als Sachkunde-Fortbildung bescheinigt wird, bieten wir am Mittwoch, 02.Februar 2022 um 19:30 Uhr als Online-Veranstaltung an. 


Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

  

Gez. Nina Waldorf

 

 

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