Warndienst 18 vom 02.07.2021

Warndienst 18 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 02.07.2021

Wir informieren Sie Winterraps, Maiszünsler und Vorratsschutz

Winterraps:

In den letzten Tagen fallen vermehrt Rapsbestände mit absterbenden Einzelpflanzen auf. Schaut man sich die Stengel genauer an, ist die Ursache schnell gefunden. Durch die feuchte Witterung während der sehr langen Blühdauer des Raps ist ein stärkerer Befall mit Rapskrebs zu beobachten. Damit scheint die Blütenbehandlung in diesem Jahr nach einigen Jahren der Unwirtschaftlichkeit wieder einmal lohnenswert gewesen zu sein.

Maiszünsler:

Der Zuflug des Maiszünsler ist noch verhalten. In unserer Lichtfalle wurden die ersten 2 Falter gefangen. Für eine chemische Bekämpfung ist es daher noch zu früh, hier muss der Hauptzuflug abgewartet werden.

Vorerntebehandlung mit Glyphosat:

Verzichten Sie möglichst auf den Einsatz vor der Ernte. Es gilt die Auflage „eine Anwendung ist nur auf Teilflächen erlaubt, auf denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs in lagernden Beständen oder von Zwiewuchs in lagernden oder stehenden Beständen eine Beerntung nicht möglich ist“. Es muss die Bedingung gelten, dass eine Beerntung sonst nicht möglich wäre. Getreidedurchwuchs (z.B Ausfallweizen in Wintergerste) ist weder Zwiewuchs noch Verunkrautung. Besonders kritisch ist der Einsatz von Glyphosat in Beständen mit blühenden Unkräutern. Hier kann es zu Problemen mit Rückständen im Honig kommen.

Kalkung:

Im Rahmen der eingeschränkten Düngemöglichkeiten im Zuge der Düngeverordnung müssen die Grundnährstoffversorgung und insbesondere der Kalkzustand des Bodens wieder mehr in den Blickpunkt. Nach der Getreideernte ist der beste Zeitpunkt für eine Kalkung. Überprüfung sie daher ihre Bodenuntersuchung. Auch eine Testung mit Salzsäure auf freien Kalk kann die Entscheidung erleichtern. Fordern sie gerne Beratung an.

Gez. Nina Waldorf

 

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