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Warndienst 19 vom 17.07.2020

Datum: 17.07.2020

Warndienst 19 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 17.07.2020

Wir informieren Sie über die Maiszünsler, Bekämpfung von Winde auf der Stoppel und Zuckerrüben

Maiszünsler:

Insgesamt ist in unseren Fallen der Zuflug des Maiszünslers eher verhalten. Ob der feuchte Winter zu einer erhöhten Sterblichkeit des Schädlings geführt hat, ist Spekulation.

Wenn überhaupt ist eine Behandlung im Körnermais und auf Flächen mit starkem Vorjahrsbefall sinnvoll. Als Mittel der Wahl hat Coragen die längste Wirkungsdauer und sollte mit einer hohen Wasseraufwandmenge von 300 bis besser 400 l Wasser/ha eingesetzt werden.



Windenbekämpfung auf der Stoppel:

Wurzelunkräuter wie Distel und Ackerwinde sind auch dieses Jahr wieder vielfach in den Beständen zu sehen. Die wirkungsvollste Bekämpfungsmöglichkeit ist auf der Stoppel. Das Stroh sollte dazu möglichst geräumt bzw. kurz gehäckselt sein. Nach einer sehr flachen Bodenbearbeitung kann die Spritzung bei genügend Blattmasse (Trieblänge mind. 25 cm) durchgeführt werden. Neben Starane XL ist auch Kyleo als Mischung aus Glyphosat und Wuchsstoff zugelassen und sehr breit wirksam. Wichtig für den Bekämpfungserfolg ist die möglichst lange Einwirkzeit, um den Wirkstoff in die Rhizome zu verlagern. Die folgende Bodenbearbeitung sollte daher erst nach ca. 6 Wochen stattfinden. Gute Einsatzbedingungen ergeben sich hierdurch besonders auf der Rapsstoppel. Auf drainierten Flächen ist Kyleo verboten. Auch bei nachfolgenden ÖVF-Zwischenfrüchten darf kein Herbizid nach der Ernte der Vorfrucht eingesetzt werden.



Zuckerrübe:

Der Befall mit Blattkrankheiten hat deutlich zugenommen. Kontrollieren Sie ihre Flächen und setzen sie eine Behandlung nach Überschreiten der Schadschwelle. Zur Resistenzvorbeugung wird die Zumischung von Tridex DG zum Azolfungizid empfohlen.

Entfernen sie evt. noch vorhandene Schosserrüben bevor sie zur Samenreife kommen. Dies gilt auch für die teilweise vorkommende Samtpappel. Diese müssen aus den Beständen getragen und ordnungsgemäß entsorgt werden.



Jakobskreuzkraut:

Derzeit sind an den Straßenrändern, aber auch auf Extensiv-Grünlandflächen blühende Jakobskreuzkrautpflanzen zu beobachten. Aufgrund der Giftigkeit, insbesondere für Pferde, ist eine zeitnahe Bekämpfung angeraten, um eine weitere Ausbreitung zu unterbinden.

Nina Waldorf

Fachdienst Landwirtschaft

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