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Warndienst 18 vom 26.06.2020

Datum: 26.06.2020

Warndienst 18 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 26.06.2020

Wir informieren Sie über die Sikkation, Maiszünsler und Rüben

Vorerntebehandlung Getreide/Raps

Die späten Niederschläge haben in einigen Beständen in der Wintergerste zu Zwiewuchs geführt. Betroffen sind oft die schwächeren Bestände, in denen die Bestandesdichte gering ist und der Stickstoff zu spät verfügbar wurde. Der Einsatz von Glyphosat ist zur Sikkation nur auf Teilflächen möglich auf denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs in lagernden Beständen oder Zwiewuchs in lagernden oder stehenden Beständen eine Beerntung nicht möglich ist. Die Wartezeiten betragen je nach Produkt zwischen 7-14 Tagen. Die Anwendung ist in Saat- und Braugetreide verboten.

Nutzen Sie die Möglichkeit der Vorerntebehandlung bitte nur in Notfällen und halten Sie mit uns Rücksprache. Glyphosatanwendungen vor der Ernte haben stark zum negativen Image beigetragen und werden sehr ungern gesehen, prüfen Sie auch andere Möglichkeiten wie GPS-Nutzung, Konservierung mittels Säure oder Trocknung.

Mais:

Trotz der hohen Temperaturen ist der Zuflug des Maiszünslers in unseren Fallen noch verhalten. Eine chemische Bekämpfung sollte noch geschoben werden.

Zuckerrübe:

Kontrollieren Sie die Rüben in kurzen Abständen auf Blattkrankheiten. Der Erstbefall erscheint in der Regel auf Flächen, die neben Zuckerrübenschläge des letzten Jahres liegen Die Schadschwelle liegt bis zum 1. August bei 5% Befall. Nach Überschreiten der Schadschwelle sollte zügig eine Behandlung in den frühen Morgenstunden mit hoher Wasseraufwandmenge durchgeführt werden. Nutzen Sie auch die Zumischung von Tridex DG Raincoat (2 kg/ha) zum Azolfungizid, um eine weitere Resistenzausbreitung zu vermeiden.

Nina Waldorf

Fachdienst Landwirtschaft

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