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Warndienst 17 vom 19.06.2020

Datum: 19.06.2020

Warndienst 17 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 19.06.2020

Wir informieren Sie über die aktuelle Situation, Mais und Rüben

Gräser Besatz in Winterweizen:

Auch dieses Jahr sieht man leider einige Flächen mit Gräserproblemen. Neben Ackerfuchsschwanz sind auch vermehrt Trespen und v.a. auf den leichteren Bundsandsteinstandorten auch wieder Windhalm zu finden.

Nutzen Sie die Zeit vor der Ernte und notieren Sie sich die Flächen mit Gräserproblematik, um rechtzeitige Anpassungen hinsichtlich Fruchtfolge oder Herbizideinsatz zu planen.

Aus dem Rhein Neckar Kreis sind schon länger verbreitet Resistenzen beim Windhalm bekannt. Die im Frühjahr eingesetzten Sulfonyle wie Broadway oder Atlantis wirken hier nicht mehr. Ist auf Flächen mit Windhalm erneut ein Anbau von Wintergetreide vorgesehen, muss die Fläche im Herbst behandelt werden.

Bei Trespen wäre – wenn möglich – ein Pflugeinsatz zu überlegen, beachten Sie, dass in Gerste eine Bekämpfung nicht möglich ist.



Mais:

Der Maiszünslerflug ist in unseren Fallen derzeit noch gering.

Ist eine chemische Behandlung geplant, ist zu beachten, dass die zur Verfügung stehenden Insektizide nur auf die Larven des Schädlings wirken. Aus diesem Grund muss die Maßnahme zum Larvenschlupf erfolgen.

Mittel der Wahl sollte, sobald der Behandlungstermin erreicht ist, Coragen sein. Grund hierfür ist die längere Wirkungsdauer des Mittels.

Wir halten Sie aktuell informiert.



Zuckerrübe:

Kontrollieren Sie ab sofort ihre Rüben auf Blattkrankheiten. Die Bekämpfungsschwelle liegt bis zum 1. August bei 5% befallener Blätter. Aufgrund der zunehmend nachlassenden Wirkung der systemischen Fungizide wurde wie im letzten Jahr eine Notfallzulassung für Tridex DG Raincoat (Wirkstoff: Mancozeb) gegen Cercospora-Blattflecken in Zuckerrüben erteilt. Das Mittel kann zur Verhinderung einer weiteren Resistenzentwicklung in Tankmischung, z.B. mit Azolfungiziden, ab Bestandesschluss (BBCH 39 bis 45) mit 2 kg/ha /ha gespritzt werden. Beachten sie die einzuhaltenden Abstände zu Oberflächengewässern

Nina Waldorf

Fachdienst Landwirtschaft

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