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Warndienst 24 vom 18.10.2019

Datum: 18.10.2019

Warndienst 24 Pflanzenschutz/Pflanzenbau 18.10.2019

Wir informieren Sie über anstehende Maßnahmen und Verschiebung Sperrfrist

Verschiebung Sperrfrist Grünland

Wie bereits letztes Jahr gilt für den Neckar-Odenwald-Kreis eine Allgemeinverfügung über die Verschiebung der Sperrfrist auf Dauergrünland. Für Dauergrünland ist der Verbotszeitraum für die Aufbringung von Düngemitteln mit wesentlichen Stickstoffgehalten, ausgenommen Festmist von Huf-und Klauentieren oder Komposte, auf den 15. November 2019 bis 14. Februar 2020 festgelegt. In diesem Zeitraum ist es untersagt vorgenannte Düngemittel auszubringen.

Die Verschiebung der Verbotszeiträume gilt nicht für Wasserschutzgebiete. Unbeschadet dieser vorgesehenen Änderung sind alle weiteren Vorgaben der Düngeverordnung zu beachten.



Wintergetreide:

Die sommerlichen Temperaturen letztes Wochenende haben zu einem verstärkten Auftreten von Zikaden geführt. Diese übertragen das Weizenverzwergungsvirus. Leider sind die Zikaden aufgrund ihrer hohen Mobilität und der geringen Verweilzeit auf der Pflanze mit Insektiziden nur schwer zu bekämpfen. Blattläuse sind weniger stark zu beobachten, teilweise ist in aufgelaufener Wintergerste neben Maisflächen höherer Befall zu beobachten. Pyrethroide sind gegen die Blattläuse noch wirksam, die Bekämpfungsschwelle liegt bei 10% befallener Pflanzen.

In bereits bestellen Winterweizenflächen sollte insbesondere auf Ackerfuchsschwanzflächen die günstigen Bedingungen für die Ausbringen von Bodenherbiziden genutzt werden sofern eine Befahrbarkeit gegeben ist. Die Bodenfeuchte ist für die Wirkung der flufenacethaltigen Mittel ideal.

Bei früh gesäter bisher unbehandelter Wintergerste ist der Fuchsschwanz teilweise massiv aufgelaufen. Hier muss mit dem blattaktiven Axial in Kombination mit einem Bodenpartner gearbeitet werden.



Schnecken

Die anhaltende Feuchtigkeit fördert den Besatz mit Schnecken. Kontrollieren Sie daher insbesondere Feldränder und streuen Sie bei Bedarf ein Schneckenkorn. Achten Sie auf ein randscharfes Streuen.

gez. Nina Waldorf LRA Neckar-Odenwald-Kreis, Fachdienst Landwirtschaft

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